Kopf hoch!

“Kopf hoch!”, hört man öfters in schwierigen Situationen. “Das wird schon wieder” - so versucht das Gegenüber einem wieder neuen Mut zu machen.

Aber vieles “wird nicht einfach wieder” so in Ordnung kommen. Die Krankheit schreitet fort, der Verlust eines Angehörigen schmerzt anhaltend und er fehlt. Dauerhaft. Es sind gut gemeinte Floskeln, die aber keine Veränderungs-Kraft in sich bergen.

Bei Abraham war es ähnlich. Gott hatte ihm Nachkommen verheissen, die auf Dauer nicht eintrafen. So sitzt Abraham mal wieder trübselig im Zelt und bedauert sich selbst. Da erscheint ihm Gott, führt ihn erst mal aus seinem Depri-Zelt heraus und dann kommt die Aufforderung von Gott: Kopf hoch!

Er führte Abram aus dem Zelt nach draußen und sagte zu ihm: “Schau dir den Himmel an, und versuche, die Sterne zu zählen! Genauso werden deine Nachkommen sein - unzählbar!” (1.Mose 15,5)

Abraham bekommt durch diesen Blick zum Himmel neues Vertrauen und neuen Mut. Am tiefschwarzen Nachthimmel die unzähligen Sterne wahrzunehmen, und dabei daran zu denken, dass hinter der Verheissung, hinter dem Versprechen der allmächtige Gott seine Hand im Spiel hat, das füllt wieder seinen Vertrauenstank. Gott kann - nein, er wird - das Unmögliche möglich machen. Wozu ist er noch mal Gott?

Wer den Kopf hängen lässt, sieht weniger (die eigenen Füsse, den Bauch?). Wer aber neu bereit ist, den Kopf zu heben, sieht zuerst wieder seine Mitmenschen und - beim Weiterheben - auch den allmächtigen Gott, der das Leben voll im Griff hat. Auch das eigene… 

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Titel-Foto: A. Meissner

Den Originalpost findet man hier

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