Rechtsextrem: Verzweifelte Sinnsuche in der Urania

Der Bildungsverein Urania öffnete am Wochenende in Berlin dem neu-rechten “Institut für Staatspolitik” seine Türen. Glücklicherweise war diese Veranstaltung extrem rechter Intellektueller ziemlich orientierungslos - und glich fast schon einem Esoterik-Seminar. – Aber man stellt fest: auch – oder gerade –  ”Rechte” suchen Halt im Leben. Und je weniger Identität jemand hat, desto stärker muss er sich abgrenzen gegenüber anderen Gruppen, in die “Wir-Gruppe” und die (meist feindlich gesehene) “Die-Anderen-Gruppe”. Besser beraten wären Radikale womöglich, wenn sie ihren Halt in der Theologie und der Philosophie suchen würden, anstatt in der radikalen Abgrenzung gegenüber Ausländern und Liberalen – aber das würde andrerseits die Gefahr der Radikalisierung von Religion in sich bergen. Nein, Radikale haben eigentlich auch in religiösen Dingen nichts verloren, zumindest nicht als Akteure. Höchstens als welche, die über die Religion zu Toleranz und Mitmenschlichkeit gelangen – das wäre ein Segen. > mehr.

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Bild:spreepix berlin,flickr.com

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