Männer wie Mose

Wann ist ein Mann ein Mann? – So fragte Groenemeyer.

Was ist ein Mann, wie wird man einer, wann ist man einer geworden? Diesen Fragen geht das Buch “Der Weg des ungezähmten Mannes” nach, das Nachfolgewerk von “Der ungezähmte Mann”.
Mag sein, dass es heroisch, altmodisch und klischeebeladen ist. Mich jedenfalls spricht es sehr an.

“In jedem Manne steckt ein Kind”, sagt der Volksmund. Und oft komme ich mir sehr jungenhaft vor. Wie oft habe ich mit meinem Kumpel gesprochen und gefragt: “Was soll ich denn tun?” Und dann erzählte er mir immer von seiner eigenen Ratlosigkeit und seinem eigenen Scheitern. Wie zwei Jungen beim Angeln, beide haben nicht wirklich Ahnung.Männlichkeit wird verliehen, vom Vater und überhaupt durch die Gemeischaft von Männern – nicht von anderen Jungen, und schon gar nicht von Frauen.

Das erinnerte mich wieder an die Predigt von Martin, die er inzwischen selbst online gestellt hat. Wir Männer brauchen so einen “Mose”, einer, der selbst eine Wüstenwanderung hinter sich, einer, der mit Gott auf dem Berg war, einer, der weise geworden ist.
Auf Neudeutsch spricht man vom Mentoring.

Ob ich in so manchen Situationen klüger (oder gar richtig) gehandelt hätte, wenn ich meinen Mose gefunden hätte? Die Entscheidungen hätte ich immer noch alleine fällen müssen, die Wege alleine gehen, aber ich hätte jemanden gefragt, der sich auskennt, – und mich vielleicht mannhafter verhalten.

Weiß man(n)’s?

> Originalpost (Blog des Autors)

Foto: fragenus/pixelio.de

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