Neue Aufgabe für Imame. – Der Islam kennt das Phänomen der Seelsorge ursprünglich nicht. Da es nach islamischer Auffassung keinen Vermittler zwischen Gott und dem einzelnen Gläubigen gibt, ist jeder Mensch selber verantwortlich für sein Seelenheil. Der Koran sagt dazu: „Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele für eine andere etwas begleichen kann…“ (Sure 2, Vers 48). Seinem Wesen nach bedarf der Islam keiner Vermittler und keiner Amtsträger zum Vollzug bestimmter Rituale. Vielmehr ist jeder erwachsene und vernünftige Muslim, der um seine Religion weiß, zur Vornahme der entsprechenden rituellen Handlungen berechtigt. Das heißt mit anderen Worten: Jede Muslima und jeder Muslim kann „Seelsorger“ sein. > mehr. foto: nimboo,flickr.com
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Nix für ungut, aber diese Form „theologischer fundierter Ignoranz“ geht mir nicht nur beim Islam auf den Sender sondern auch bei gewissen „Strömungen“ christlicher Kirchen.
P. S.
Kleine Korrektur sprachlicher (und nicht theologischer) Art: Es muss natürlich „theologisch fundierter Ignoranz“ heissen. (Darauf lege ich jetzt aber doch Wert).