Stefan Ehrhardt. Heute ist ein bedeutsamer Tag: Es lässt sich nun beantworten, was Naturwissenschaftler entdecken werden, und was nicht: Das Higgs-Teilchen, auch „Gottesteilchen“ genannt, ist laut heutigen Meldungen entdeckt worden, und Gott als Ganzes werden die emsigen und mathematisch geschulten Herren wohl niemals nachweisen können.
Letzteres haben sie wiederholt selbst festgestellt, zuletzt der Evolutionsbiologe Richard Dawkins. Und zum Nachweis des Gottesteilchens bleibt zu sagen, dass er – ganz im modernen Wissenschaftssprech – “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” gelungen ist, weitere Forschungsergebnisse sind noch bis zum „endgültigen Nachweis” zu erbringen.>mehr.
Lesen Sie auch:
> Durchbruch bei der Gottesteilchen-Suche
foto:(c) Gerd Altmann /pixelio.de
Einen endgültigen Nachweis wird es in den Naturwissenschften niemals geben. Auch nicht in Gänsefüßchen. Wenn heute jemand eine bessere, einfachere Erklärung für die Phänomene der Evolution anbieten und ohne Zuhilfenahme übernatürlicher Phänomene belegen kann, so wird sie garantiert an einem der nächsten 10. Dezember zu einer Totengedenkfeier in Stockholm eingeladen.
Wer würde von Stockholm auch erwarten, dass die Herren der Akademie die “Zuhilfenahme übernatürlicher Phänomene” prämieren könnten
)) …
Der Artikel spricht unter anderem von sprachlichen Verirrungen (“Kathedrale der Physik” – so heilig wird Wissenschaft nie sein;-) und versucht (vielleicht ein wenig “kassandramäßig”) vorwegzunehmen, welch ideologische Statements wieder einmal gegen diejenigen zu erwarten sind, die ihren Glauben leben und die ohne dessen übernatürliche Phänomen nicht leben können und wollen.
Das ist noch nicht alles – der Artikel zeigt – für alle, die ihn bis zu Ende lesen:
1) Forschung ohne Dankbarkeit und Demut ist ein aufgeblasener und sehr menschlicher Zirkus
2) Forschung ist nie am Ende
3) Freude an diesem Forschungsergebnis…
…denn Wissenschaft und Glaube stehen nicht im unlösbaren Widerspruch zueinander: Dies zeigen nicht nur viele gläubige Wissenschaftler, sondern vor allem diejenigen Kollegen, die interdisiplinäre Forschung (Naturwissenschaft PLUS Philosophie PLUS Theologie) betreiben.
Das ist intelligent, das ist die Zukunft.