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Good bye Darwin? – Buchbesprechung

Kennt zufällig jemand dieses Buch? Ich habe es gelesen und es wäre interessant, mit jemandem mal drüber zu reden.

Good bye Darwin.

Der kurze Atem der Evolutionstheorie.

von Timo Englaender

(-> z.B. Amazon)

Die ersten zwei Drittel des Buches setzen sich mit Darwin auseinander, wobei ich natürlich nicht in der Lage bin, alles zu verifizieren, was dort angeführt wird. Das letzte Drittel ist ein Gespräch mit einem Mönch und hier kippt das Buch in einen theologischen Diskurs um. Ich hatte dann zwischendurch erwartet, aha, es geht also um Kreationisten, oder aha, es geht also um Intelligent Design, beides Bewegungen in den USA, die den Materialismus und Darwinismus mit Pseudoargumenten ablehnen. Aber in diese Richtung ist es dann eben doch nicht (wirklich) gekippt (vielleicht zum Teil nur). Ich war dann zwischenzeitlich versucht, es einfach wegzulegen, andererseits fand ich es ganz interessant, die Gedanken mal nachzuvollziehen, die dort aufgebaut werden. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich also damit, dass Information mehr sei, als das, was sich in der DNA finden lässt, wenn ich das hier richtig wiedergeben kann. Die DNA enthalte natürlich durchaus Information, aber geistiges Leben, das gewissermaßen aus Information besteht, lasse sich offenbar nicht reduzieren auf einen bloßen Materialismus, (welchem zufolge der Mensch gewissermaßen eine Chemiemaschine ist. Ein geistloses Wesen also.)

Auch von dem Bonner Philosophen, der auch an der Universität lehrt, Markus Gabriel, hatte ich ein Buch gelesen, in dem er nachweist, dass „Ich“ nicht dasselbe wie „Gehirn“ ist (Ich ist nicht Gehirn). Er fährt dort gewissermaßen durch die Geistesgeschichte hindurch und erläutert, warum es zu kurz gegriffen ist, einen Materialismus als bloßen Monismus für wahr zu halten. Auch hier das Fazit, dass das Geistige durch den Materialismus nicht erklärt werden kann.

Nun ja, wenn also irgendjemand von euch mal dieses Buch hier gelesen haben sollte, dann meldet euch doch mal.
Mir geht es nun so: Ich habe dieses Buch im Vorbeigehen gelesen und kann natürlich die ganzen biologischen Erörterungen dort nur ganz grob dahingehend prüfen, ob sie möglicherweise richtig sein könnten. Und ich weiß auch, dass man heutzutage die Evolutionstheorie durchaus genau so stehen lassen könnte, wie sie von der Naturwissenschaft heraus gearbeitet worden ist. Sie schließt einen Schöpferglauben ja keineswegs aus.

Das ist jedoch auch der Versuch in diesem Buch, Evolution und Schöpfungsglauben irgendwie zusammenzubekommen, wenngleich auf die Art, dass biologisch ein wenig ins Detail gegangen wird.

Also der Sinn dieses meines kurzen Artikels hier ist es, das Buch einmal zur Diskussion zu stellen. Falls Biologen hier anwesend sind, lässt sich das, was dort berichtet wird, verifizieren, oder ist es einfach (zu) weit hergeholt beziehungsweise womöglich sogar falsch?

Und wer ist eigentlich dieser Timo Englaender ? Ich konnte es nicht herausbekommen über das Internet. Schreibt er unter einem Pseudonym ? Er scheint ja, falls ich das überhaupt richtig beurteilen kann, über ein relativ fundiertes biologisches Wissen zu verfügen. Schreibt er womöglich unter einem Pseudonym, um seinen Ruf als Biologe und / oder Naturwissenschaftler nicht in Gefahr zu bringen?

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